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Ratgeber

Powerstation: Wie viele Wattstunden brauche ich?

Laufzeit berechnen: Wattstunden durch Watt, minus 10 bis 15 Prozent Verlust. Mit Beispielen, Größenklassen und Messwerten aus ADAC- und NextPit-Test.

Stand 06.11.2026ca. 3 Min. LesezeitZu den Produkten

Inhalt 6 Abschnitte

Die Rechnung ist einfach: Laufzeit in Stunden gleich nutzbare Wattstunden geteilt durch die Leistung deines Geräts in Watt. Als nutzbare Energie setzt du die Herstellerangabe minus 10 bis 15 Prozent an, denn der ADAC fand im Test von acht Powerstations, dass die nutzbare Energie im Schnitt 10 bis 15 Prozent unter der Herstellerangabe lag.

1. Die zwei Werte, die zählen

Der ADAC trennt es sauber: Die Leistungsangabe in Watt (W) bestimmt, welche Geräte gleichzeitig laufen können. Die Kapazität in Wattstunden (Wh) bestimmt, wie lange sie laufen. Du brauchst beide Werte, ein großer Akku mit kleinem Wechselrichter startet keinen Wasserkocher, und eine starke Station mit kleinem Akku ist schnell leer.

2. So rechnest du

  1. Liste deine Geräte und lies die Leistung vom Typenschild ab (Watt).
  2. Schätze die Laufzeit pro Gerät in Stunden.
  3. Multipliziere: Leistung mal Stunden ergibt den Bedarf in Wh.
  4. Addiere den Bedarf aller Geräte.
  5. Plane den Abzug ein: Teile den Bedarf durch 0,85, das entspricht dem Verlust von 15 Prozent am oberen Ende der ADAC-Spanne.
  6. Prüfe die Leistung: Die Summe der Watt der Geräte, die gleichzeitig laufen, darf die Dauerleistung der Station nicht übersteigen.
BeispielRechnungErgebnis
Kühlbox mit 50 W über 10 Stunden50 W mal 10 h = 500 Wh, geteilt durch 0,85etwa 590 Wh Nennkapazität
Laptop mit 60 W über 4 Stunden60 W mal 4 h = 240 Wh, geteilt durch 0,85etwa 280 Wh Nennkapazität
Smartphone, Akku 15 Wh, 10 Ladungen15 Wh mal 10 = 150 Wh, geteilt durch 0,85etwa 180 Wh Nennkapazität

Die Geräteleistungen in der Tabelle sind Beispielwerte zum Rechnen, keine Messungen. Nimm den Wert deines Geräts.

Zum Vergleich nennt der ADAC ohne Abzug: Eine Kühlbox mit 50 W läuft mit einer 1.000-Wh-Powerstation rund 20 Stunden, ein Smartphone mit 15 Wh lässt sich bis zu 66-mal laden. Rechne mit dem Abzug, dann liegst du näher an der Praxis.

3. Warum die Station weniger liefert, als draufsteht

Laut ADAC haben zwei Ursachen Anteil: der Eigenverbrauch der Elektronik und die Reserve, die im Akku bleibt, um dessen Lebensdauer zu schützen. Der aktivierte Wechselrichter verbraucht teils schon etwa 30 W, Display, Bluetooth und WLAN zehren ebenfalls. Der ADAC rät, den Wechselrichter auszuschalten, wenn du ihn nicht brauchst, und einen Energiesparmodus zu nutzen.

Ein Messwert zum Gefühl: NextPit maß bei der EcoFlow Delta 3 Plus mit 1.024 Wh Nennkapazität nutzbare 950 Wh. Dafür zog die Station 1.175 Wh aus dem Netz, das entspricht einem Wirkungsgrad von 81 Prozent. Beim Laden kommt also mehr hinein, als du später herausholst.

4. Größenklassen mit Beispielen

Die Werte stammen aus den Produktseiten von andere.de und den Herstellerangaben, die dort wiedergegeben sind.

KlasseBeispielgerätKapazitätDauerleistungWofür es reicht
kleinAnker SOLIX C300X288 Wh300 WHandy, Laptop, kleine Kühlbox
mittelJackery Explorer E500 v2, EcoFlow RIVER 2 Max512 Wh500 W (E500 v2)Camping, Router, Beleuchtung
großEcoFlow DELTA 3 Plus1.024 Wh1.800 Wmehrere Geräte, kurze Notversorgung
sehr großJackery Explorer 2000 v22.042 Wh2.200 Wgrößere Verbraucher, längere Laufzeit

Zur Einordnung der Geräte: Die ADAC-Teststationen hatten 768 bis 1.440 Wh, bis zu 2.200 W Dauerleistung und wogen bis zu 17 kg. Alle acht erreichten die Dauerleistung der Hersteller. Prüfe das Gewicht, wenn du die Station oft tragen willst.

5. Typische Fehler

  • Spitzenleistung mit Dauerleistung verwechseln. Für die Auswahl zählt, was die Station dauerhaft liefert. NextPit nennt bei der Delta 3 Plus 1.800 W dauerhaft und 3.600 W Spitze mit X-Boost.
  • Den Eigenverbrauch vergessen. Bei der Delta 3 Plus nennt die Auswertung auf der Produktseite gut 15 W Eigenverbrauch. Bei kleinen Lasten über viele Stunden ist das spürbar.
  • Nur auf die Wh achten. Wenn dein Gerät mehr Watt zieht, als die Station liefert, hilft keine Kapazität.
  • Erweiterung ignorieren. NextPit nennt für die Delta 3 Plus Zusatzakkus mit je 1 kWh bis zu 5 kWh. Manche Stationen wachsen mit, andere nicht.
  • Zu knapp rechnen. Alle Quellen nennen Verluste zwischen Nennwert und nutzbarer Energie. Plane Reserve ein.

6. Weiter vergleichen

Im Vergleich der Powerstations siehst du Leistung, Gewicht und Preise nebeneinander, mit Preisverlauf. Passende Modelle mit Meta-Score oder zählender Nutzerwertung:

Wenn du die Station für Stromausfälle willst, lies Powerstation bei Stromausfall. Wenn du auf Angebote wartest, hilft Powerstation am Black Friday 2026.

Quellen

Die Aussagen oben stützen sich auf diese Quellen. Stand: 06.11.2026.

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Im Ratgeber genannte Modelle zuerst, danach Modelle mit Meta-Score. Die Reihenfolge hängt nie an der Provision.

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