Lagere Reifen kühl, trocken und mit wenig Luftaustausch, weg von direkter Sonne und von Stoffen wie Ölen, Lösungsmitteln und Chemikalien. Räder auf Felgen stapelst du laut ÖAMTC liegend oder hängst sie besser an die Wand, am besten auf einem Felgenbaum. Einzelne Reifen gehören laut ADAC spannungsfrei ins Regal, mit mindestens 10 cm Abstand zum Boden.
1. Ort und Bedingungen
Der ADAC nennt für die Lagerung diese Bedingungen:
| Ideal | Vermeiden |
|---|---|
| niedrige Temperatur | direkte Sonne |
| niedrige Luftfeuchtigkeit | Lösungsmittel, Öle, Chemikalien, Desinfektionsmittel |
| wenig Luftaustausch | ozonerzeugende Geräte, zum Beispiel Elektromotoren |
| spannungsfreie Lagerung im Regal | Kontakt mit dem Boden: mindestens 10 cm Abstand halten |
Meide also warme Orte, Plätze in der Sonne und die Nähe von Elektromotoren. Ein kühler, trockener Raum mit wenig Zugluft kommt den Angaben am nächsten.
2. Mit Felge oder ohne
- Mit Felge (komplette Räder): Der ÖAMTC rät, Reifen auf den Felgen zu lagern und nicht lose. Liegend gestapelt geht, an der Wand hängend ist besser. Ein Felgenbaum sorgt für festen Stand und lässt Luft zirkulieren.
- Einzelne Reifen: Der ADAC beschreibt sie spannungsfrei und aufrecht im Regal, mit mindestens 10 cm Abstand zum Boden.
Die beiden Quellen nennen unterschiedliche Details (liegend, hängend, aufrecht). Folge bei kompletten Rädern dem ÖAMTC und bei einzelnen Reifen dem ADAC.
3. Vorher kontrollieren
- Profiltiefe messen. Der ADAC empfiehlt für Sommerreifen mindestens 3 mm, für Winterreifen mindestens 4 mm. Wenn du den Satz ohnehin ersetzen willst, ist die Einlagerung vergebene Mühe. Mehr zum Messen: Mindestprofiltiefe bei Reifen.
- Alter lesen. Die DOT-Nummer nennt Woche und Jahr der Herstellung. Winterreifen verlieren ab etwa sechs Jahren einen Teil ihrer Wintereigenschaften, siehe Reifenalter und DOT-Nummer.
- Beschädigungen prüfen. Risse, Beulen und Fremdkörper vor dem Einlagern erkennen, nicht erst beim nächsten Wechsel.
- Luftdruck kontrollieren. Der ÖAMTC erinnert daran, alle Räder zu prüfen, auch das Reserverad, denn auch intakte Reifen verlieren langsam Luft. Konkrete Intervalle oder Druckwerte nennt die Seite nicht, die Sollwerte für dein Auto stehen in der Betriebsanleitung.
4. Winterreifen oder Sommerreifen: Wann welche Räder?
Für Winterreifen gilt keine feste Frist. Entscheidend sind die Verhältnisse auf der Straße: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte brauchst du Winterreifen an allen vier Rädern, siehe Winterreifenpflicht in Deutschland. Die Faustformel „Oktober bis Ostern“ hat laut ADAC keine rechtliche Bedeutung. Zum Einlagern der Sommerreifen ist also jetzt im November ein guter Zeitpunkt, wenn du schon auf Winterreifen umgestiegen bist.
5. Checkliste für die Einlagerung
- Profiltiefe und Alter geprüft
- Reifen auf Beschädigungen angesehen
- Luftdruck kontrolliert
- Platz kühl, trocken, ohne Sonne und ohne Chemikalien
- Mit Felge: liegend gestapelt oder besser hängend (Felgenbaum)
- Ohne Felge: spannungsfrei, mindestens 10 cm Abstand zum Boden
6. Wenn du neue Reifen brauchst
Zeigt die Kontrolle, dass der Satz ersetzt werden muss, vergleichst du Modelle mit Tests und Gesamtpreis im Vergleich der Winterreifen oder im Vergleich der Sommerreifen. Beispiele mit Meta-Score: Continental WinterContact TS 870, Bridgestone Blizzak 6 und, wenn du dir den Wechsel sparen willst, Continental AllSeasonContact 2. Welche Variante zu dir passt, klärt Ganzjahresreifen oder Winterreifen.