Bei 27 Zoll ist 4K deutlich schärfer als WQHD: rechnerisch rund 163 statt rund 109 Pixel pro Zoll. Wenn du viel liest, schreibst, mit Tabellen arbeitest oder Bilder bearbeitest und dein Rechner 4K ausgeben kann, lohnt sich der Aufpreis. WQHD ist die bessere Wahl, wenn du vor allem spielst und hohe Bildraten willst, denn dafür muss die Grafikkarte weniger als die Hälfte der Pixel berechnen, oder wenn das Budget knapp ist.
1. Die Zahlen: Pixeldichte nach Größe
Die Pixeldichte ergibt sich aus der Pixelzahl entlang der Diagonale geteilt durch die Bildschirmdiagonale. Die Werte in der Tabelle haben wir selbst gerechnet.
| Größe | Auflösung | Pixel pro Zoll | Pixel insgesamt |
|---|---|---|---|
| 24 Zoll | Full HD (1920 × 1080) | rund 92 | 2,1 Mio. |
| 27 Zoll | Full HD | rund 82 | 2,1 Mio. |
| 27 Zoll | WQHD (2560 × 1440) | rund 109 | 3,7 Mio. |
| 27 Zoll | 4K (3840 × 2160) | rund 163 | 8,3 Mio. |
| 32 Zoll | WQHD | rund 92 | 3,7 Mio. |
| 32 Zoll | 4K | rund 138 | 8,3 Mio. |
Zwei Dinge fallen auf. Ein 32-Zoll-Monitor mit WQHD hat dieselbe Pixeldichte wie ein 24-Zoll-Monitor mit Full HD, wird also nicht schärfer, nur größer. Und 4K auf 27 Zoll hat rund das Anderthalbfache der Pixeldichte von WQHD. PC-WELT nennt in einem Test für 27 Zoll 110 Pixel pro Zoll bei WQHD und 166 bei 4K, die Rundung ist dort etwas anders.
2. Was das im Alltag bedeutet
- Text und Details: Mehr Pixel pro Zoll heißt feinere Schrift und glattere Kanten. Der Unterschied fällt vor allem bei Text, Tabellen und Fotos auf, weniger bei bewegten Spielbildern.
- Skalierung: Bei 4K auf 27 Zoll wäre die Oberfläche ohne Anpassung sehr klein. Im Betriebssystem stellst du deshalb eine Skalierung ein. Du bekommst dann schärferen Text, aber nicht mehr Arbeitsfläche.
- Panel-Art spielt mit: Laut PC-WELT wirkt ein 27-Zoll-IPS-Monitor mit 1440p schärfer als ein QD-OLED mit gleicher Auflösung, weil das unregelmäßige Subpixel-Layout die Pixel gröber erscheinen lässt. Der Abstand zu 4K ist bei QD-OLED laut PC-WELT noch besser zu sehen. Mehr dazu im Ratgeber OLED-Monitor und Einbrennen.
3. Was 4K kostet
- Grafikleistung: 4K hat mit 8,3 Millionen Pixeln gut das 2,25-Fache der Pixel von WQHD (3,7 Millionen). Bei Spielen mit hoher Bildrate verlangt das eine deutlich stärkere Grafikkarte. Für Büroarbeit spielt es kaum eine Rolle.
- Bildrate: 4K muss kein 60-Hz-Bild mehr bedeuten. PC-WELT nennt beim Dell Ultrasharp U3225QE 4K mit 120 Hz für einen Büromonitor praktisch unerreicht. Es gibt dazu eine 27-Zoll-Version mit gleicher Technik, deren Verkaufspreis laut PC-WELT bei rund 600 Euro begann.
- Preis: Der Dell Ultrasharp U2724D (27 Zoll, WQHD, 120 Hz) kostete laut PC-WELT 414 Euro. Die Preise stammen aus Tests zu verschiedenen Zeitpunkten, aktuelle Preise siehst du auf den Produktseiten.
4. Entscheidungshilfe
- Du liest und schreibst viel, bearbeitest Fotos oder programmierst: 4K bei 27 Zoll.
- Du spielst schnelle Spiele mit hoher Bildrate: WQHD, dafür mit mehr Hertz.
- Du willst einen Monitor mit 32 Zoll oder mehr: 4K, weil WQHD dort nur rund 92 Pixel pro Zoll hat.
- Dein Rechner ist ein Notebook: Prüfe vor dem Kauf im Datenblatt, welche Auflösung und Bildrate sein Anschluss ausgibt. Wie das über USB-C klappt, steht im Ratgeber Notebook per USB-C am Monitor laden.
- Aufstellung: Die Stiftung Warentest rät, den Monitor nicht über Augenhöhe zu stellen und leicht zu neigen, sonst drohen Nacken- und Kopfschmerzen. Die getesteten Monitore hatten 24, 27 oder 32 Zoll.
5. Beispiele mit Tests und Bewertungen
- 27 Zoll, WQHD: Dell UltraSharp U2724D mit 120 Hz. Der USB-C-Anschluss dieses Modells überträgt laut PC-WELT nur Daten.
- 27 Zoll, WQHD, Büro: BenQ GW2790QT mit 75 Hz.
- 27 Zoll, 4K: Dell UltraSharp U2725QE mit 120 Hz und LG 27UP850K-W mit IPS-Panel.
- 31,5 Zoll, 4K: Dell UltraSharp U3225QE.
Alle Monitore im Vergleich mit Gesamtpreis inklusive Versand und Preisverlauf findest du in der Rubrik Monitore. Wir testen die Geräte nicht selbst, die Produktseiten fassen Tests anderer zusammen und nennen die Quellen.
Für den Mac gelten eigene Maßstäbe, siehe Monitor für den Mac mini.