Mit einem einzigen USB-C-Kabel Bild, Daten und Strom zu bekommen, klappt nur, wenn drei Dinge zusammenpassen: Der Monitor-Anschluss muss Bild und Ladestrom liefern, der Notebook-Anschluss muss Bild ausgeben und sich laden lassen, und das Kabel muss beides in der nötigen Leistung können. Der Stecker allein sagt das nicht. Bei manchen Monitoren ist USB-C nur ein Datenanschluss.
1. Die drei Prüfpunkte
| Bauteil | Was du prüfst | Wo es steht |
|---|---|---|
| Monitor | USB-C-Eingang mit Bildübertragung (DisplayPort) oder Thunderbolt, dazu Power Delivery mit Wattangabe | Datenblatt des Herstellers, nicht der Shop-Titel |
| Notebook | USB-C-Port mit Bildausgabe und Ladefunktion | Datenblatt oder Handbuch des Notebooks |
| Kabel | Eignung für Bild und die benötigte Leistung | Aufdruck, Datenblatt des Kabels |
Die Wattzahl vergleichst du mit dem Original-Netzteil deines Notebooks. Liefert der Monitor weniger, als das Netzteil leistet, steht im Handbuch des Notebooks, wie es sich dann verhält.
2. Was die Spezifikation sagt
Das USB Implementers Forum beschreibt USB Power Delivery so: Vor der Revision 3.1 waren höchstens 100 W möglich (20 V bei 5 A). Mit Revision 3.1 sind bis zu 240 W über ein vollwertiges USB-Typ-C-Kabel erlaubt, über feste Spannungen von 28 V, 36 V und 48 V für 140 W, 180 W und 240 W. Für die 240-W-Kabel wurde die Typ-C-Spezifikation auf Release 2.1 erweitert. Monitore liegen in der Praxis meist darunter, PC-WELT nennt 90 bis 100 W als üblich. Entscheidend ist, was im Datenblatt deines Modells steht.
3. Beispiele aus Tests
| Monitor | USB-C laut Test | Quelle |
|---|---|---|
| Dell Ultrasharp U2724D | USB-C-Upstream nur für Daten, keine Unterstützung für DisplayPort oder Power Delivery | PC-WELT |
| Alienware AW2725D | USB-C 5 Gbit/s als Downstream mit 15 W, Bild kommt über HDMI oder DisplayPort, für Notebooks mit USB-C laut Test nicht gut geeignet | PC-WELT |
| Dell Ultrasharp U3225QE | Thunderbolt 4 und USB-C mit bis zu 140 W Power Delivery, dazu 2,5-Gigabit-Ethernet und KVM-Umschalter | PC-WELT |
Zum U3225QE schreibt PC-WELT, die Konkurrenz biete meist 90 bis 100 W und die 140 W reichten für Windows-Notebooks mit einfacher dedizierter Grafik. Beim U2724D nennt PC-WELT den Preisunterschied: Die Variante U2724DE mit mehr Anschlüssen kostete 515 Euro, der U2724D 414 Euro. Eine Modellnummer mit einem Buchstaben mehr kann also genau den Anschluss enthalten, den du suchst.
Die Stiftung Warentest prüfte für ihren Monitortest (Ausgabe 4/2023) 15 Monitore mit USB-C-Anschluss. Über diese Verbindung können Monitore laut test.de zum Beispiel Laptops laden, sofern die Rechner das unterstützen. Wer einen Rechner mit USB-C-Bildausgabe anschließen will, sollte demnach einen Monitor mit diesem Anschluss kaufen.
4. Checkliste vor dem Kauf
- Suche im Datenblatt des Monitors nach „USB-C“, „DisplayPort Alt Mode“ oder „Thunderbolt“ und nach „Power Delivery“ mit Wattzahl.
- Lies im Datenblatt des Notebooks, ob der USB-C-Port Bild ausgibt und das Gerät lädt.
- Vergleiche die Wattzahl des Monitors mit dem Netzteil des Notebooks.
- Prüfe die Modellnummer bis zum letzten Buchstaben, denn Varianten unterscheiden sich im Anschluss.
- Plane bei Bedarf ein Kabel ein, das Bild und die nötige Leistung kann.
- Willst du Maus und Tastatur für zwei Rechner teilen, achte auf einen KVM-Umschalter im Monitor.
5. Monitore mit Tests und Bewertungen
- Dell UltraSharp U3225QE: Thunderbolt-Dock mit 140 W.
- Dell UltraSharp U2724D: gute Bildqualität, USB-C nur für Daten.
- Alienware AW2725D: Gaming-OLED ohne USB-C-Videoeingang.
- Dell S2725DC: WQHD-Büromonitor mit USB-C.
- BenQ MA270UP: 4K-Monitor, der für den Mac gedacht ist.
Auflösung und Größe wählst du getrennt vom Anschluss, dazu der Ratgeber 27 Zoll: WQHD oder 4K. Breite 34-Zoll-Modelle mit USB-C vergleicht Dell U3425WE: Alternativen. Alle Modelle im Vergleich stehen in der Rubrik Monitore. Wir testen nicht selbst, sondern werten Tests anderer aus.
Ohne Notebook zählt die Ladeleistung nicht, das zeigt Monitor für den Mac mini.